Tanklöschfahrzeug TLF 3000: Die mobile Löschwasserkomponente

Das Tanklöschfahrzeug TLF 3000 ist bei Brandeinsätzen unser wichtigster Trumpf in den ersten Minuten. Durch seinen großen, fest eingebauten Wassertank und die leistungsstarke, fest angeschlossene Fahrzeugpumpe sichert es den sofortigen Löscherfolg – noch bevor eine externe Wasserversorgung aufgebaut ist. Es ist optimal auf die Brandbekämpfung im Ort sowie auf den umliegenden Verkehrswegen und Waldflächen abgestimmt.

Technische Daten & Steckbrief

Funkrufname – Florian 

Löschmittelvorrat – 3.000 Liter Wasser 

Pumpenleistung – 2.000 Liter / Minute bei 10 bar]

Das Einsatzspektrum des TLF 3000

Das Fahrzeug wurde speziell für Szenarien konzipiert, bei denen jede Sekunde zählt oder die nächste Wasserentnahmestelle kilometerweit entfernt ist. Die Einsatztaktik gliedert sich in drei wesentliche Phasen:

1. Der rasche Erstangriff

Bei einem Brandeinsatz zählt jede Sekunde. Dank des integrierten Tanks kann das TLF 3000 sofort nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle einen massiven Löschangriff starten. Die Atemschutztrupps können unverzüglich mit der Brandbekämpfung oder Menschenrettung beginnen, während die restliche Mannschaft parallel die Löschwasserversorgung über das öffentliche Hydrantennetz oder sonstige Entnahmestellen (wie Löschteiche oder Brunnen) aufbaut.

2. Kontinuierliche Wasserförderung

Sobald die dauerhafte Löschwasserversorgung von außen steht, schaltet das TLF 3000 in den Förderbetrieb um. Wie jedes andere Löschfahrzeug auch, nutzt es dann seine fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe, um das herangeführte Wasser mit dem optimalen Druck an die vorderste Front zu leiten.

3. Der Pendelverkehr bei Waldbränden & Autobahneinsätzen

Nicht jede Einsatzstelle verfügt über ein gut ausgebautes Hydrantennetz. Bei Wald- und Flächenbränden abseits befestigter Wege oder bei Einsätzen auf der Autobahn (B96n) fehlt oft jegliche Wasserquelle. In diesen Fällen wird das TLF 3000 im sogenannten Pendelverkehr eingesetzt:

Das Fahrzeug fungiert als „mobiler Wasserzubringer“, fährt zwischen der Brandstelle und der nächsten Wasserentnahmestelle hin und her und sichert so den Nachschub. Vor Ort kann das Wasser entweder direkt über die eigene Beladung (z. B. über einen Dachmonitor/Wasserwerfer oder Bodensprühdüsen) zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Alternativ speist das TLF ein vor Ort stehendes Löschgruppenfahrzeug (LF) mit Wasser, sodass dessen Trupps ohne Unterbrechung weiterlöschen können.